HERKUNFT

Zwergzebus zählen zu den Buckelrinder. Das Zwergzebu cylonesischen Typs

kommt ursrünglich aus Sri Lanka dem ehemaligen Ceylon.

Das Wort Zebu kommt aus dem Tibetanischen und bedeutet Buckel. Buckelrinder werden somit Zebus genannt. Es gibt unzählige Zeburassen und darunter eben das Zwergzebu cylonesischen Typs, dem kleinsten Zeburind unter den Zeburassen.

Bis 1970 gab es die Zwergzebus nur in Zoos und sonstigen Tiergärten (nach Hausarbeit von Markus von Blücher). Der Pionier Friedrich Wilhelm von Blücher aus Baden Württemberg begann im Jahr 1970 mit der Zucht dieser Tiere indem er sie den Zoologischen Gärten abkaufte.

EIGENSCHAFTEN

Die Tiere haben einen sehr stark ausgeprägten Orientierungssinn, sind Standorttreu, haben sehr gute Mutterkuheigenschaften, einen sehr hohen Beschützerinstinkt, sind sehr sozial und haben eine feste Herdenhierarchie.

Sie sind pflegeleicht, robust, Krankheitsresistent und unempfindlich gegen Hitze. Sie haben am Kinn, zwischen den Hörnen und am Buckel spezielle Duftdrüsen die einen Fettfilm absondern welcher einen Duft der Wildrosen ähnelt ausströmt. Auch sondern sie zusätzlich am ganzen Körper einen speziellen Fettfilm ab der sie vor Regen / Näse, Zecken und sonstigem Ungeziefer schützt.

ERNÄHRUNG

Ihr Darm ist 4 Meter länger als der des normalen Hausrindes / Mastrindes und daher sind Zwergzebus besonders gute Futterverwerter .

Somit benötigen sie im Sommer Gras und im Winter nur Heu und Stroh. Auch sind sie in der Lage sämtliche Wildkräuter, Unkräuter und Büsche zu verwerten und vertilgen so alles was draußen wächst. Im Gegensatz zu Ziegen und Schafen sowie Mast und Milchrindern fressen sie sogar Disteln, Sauerampfer, Hahnenfuß, Schilf usw. 

Außer einer einmaligen Entwurmung jährlich welche der Gesundheit und Entwicklung der Tiere dient, erhalten die Tiere kein Kraftfutter, keine Medikamente oder Wachstumsförderer.

KLETTERGEWANDT

Durch ihre Leichtfüßigkeit (Fliegengewichte im Vergleich zu Mastrindern) und der besonderen Beschaffenheit und Form ihrer Klauen sind sie  besonders klettergewandt und erklettern steilste Gebiete vor denen sogar manche Ziegen und Schafe kapitulieren. Genau wie Reh oder Schwarzwild benötigen sie keine  Klauenpflege den ihre Klauen haben so genannte angeborene Sollbruchstellen.

ALTER UND GEWICHT

Die Tiere können bis zu 30 Jahre alt werden und gebären selbst im hohen Alter von 20 Jahren und älter ganz selbstständig.

Weibliche Tiere erreichen ein Gewicht  von  ca. 250 kg, männliche Tiere ein Gewicht bis zu 350 kg. Altbullen ab ca. 7 Jahre können auch mal bis zu 450 kg wiegen. Weibliche Kälbchen haben ein Geburtsgewicht von 5-8 kg, männliche Kälbchen können ein Geburtsgewicht bis zu 10 kg haben.

Zwergzebus gibt es in allen Farben und mit verschiedenen Hornformen wobei die Hörner im allgemeinen meistens nach oben zeigen.

DER BUCKEL

Der Buckel ist ein sekundäres Geschlechtsmerkmal und dient der Werbung und zur Schaustellung. Je mächtiger der Buckel eines Bullen und je mehr er seinen Nacken nach unten biegt und durch sein Imponiergehabe den Buckel somit zur Schau hervorhebt desto beliebter ist er bei den Kühen.

Die männlichen Tiere haben im Gegensatz zu den weiblichen Tieren einen extrem großen Buckel der bis zu 10 kg schwer werden kann. Der Buckel bei den weiblichen Tieren erreicht hingegen kaum mehr als 1 kg.

REINRASSIG

Zwergzebus sind eine domestizierte Wildrindrasse. Trotz der Domestizierung sind ihnen ihr angeborener Wildrindcharakter und deren außergewöhnlichen Eigenschaften erhalten geblieben. Wichtig dafür ist allerdings das sie reinrassig weiter gezüchtet werden ohne jegliche Einkreuzung  (auch keine Einkreuzung anderer Zeburassen wie z.B. Nelorerind oder Brahmane) da sonst diese Eigenschaften verloren gehen.